Drohnen-Vorschriften in Frankreich 2026: der komplette Leitfaden (Kategorien, Lizenz, Registrierung)
Offene Kategorie, Unterkategorien A1/A2/A3, Klassen C0 bis C4, AlphaTango-Registrierung, Remote ID: alles, was ein DJI-Drohnenpilot wissen muss, um 2026 in Frankreich legal zu fliegen.

Eine Freizeitdrohne in Frankreich zu fliegen ist völlig legal – sofern man den von der EASA eingeführten europäischen Rahmen beachtet. Die gute Nachricht: Diese Regeln sind einfacher, als sie aussehen. Dieser für 2026 aktualisierte Leitfaden behandelt die Kategorien, die Pflichtregistrierung, die Schulung und die Sperrzonen.
Die „offene“ Kategorie: die von 99 % der Freizeitpiloten
Fast alle Freizeitflüge finden in der offenen Kategorie statt. Sie umfasst Drohnen unter 25 kg, die in Sichtweite geflogen werden (der Pilot behält die Drohne im direkten Blick) und in einer maximalen Höhe von 120 Metern über dem Boden. Keine vorherige Genehmigung nötig: Es genügt, die Bedingungen der Unterkategorie zu erfüllen, die zu deinem Gerät passt.
Die drei Unterkategorien A1, A2 und A3
- A1 – „über“ einzelnen Personen fliegen: den leichtesten Drohnen vorbehalten (unter 250 g, wie die DJI Neo, oder Klasse C1). Menschenansammlungen werden nie absichtlich überflogen.
- A2 – „in der Nähe“ von Personen fliegen: für Drohnen der Klasse C2, mit horizontalem Sicherheitsabstand (bis zu 30 m, oder 5 m im Langsammodus).
- A3 – „fern“ von Personen fliegen: für schwerere Drohnen (Klassen C3/C4), mindestens 150 m von Wohn-, Gewerbe- oder Industriegebieten entfernt.
In der Praxis gilt: Je leichter deine Drohne, desto mehr Freiheit hast du. Genau das ist der Reiz von Geräten unter 250 g.
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AnsehenDie Klassen C0 bis C4: die europäische Kennzeichnung
Seit der Verbreitung der CE-Kennzeichnung „Drohnenklasse“ trägt jedes neue Gerät ein Etikett von C0 bis C4, das die erlaubte Flug-Unterkategorie bestimmt:
- C0: unter 250 g (z. B. DJI Neo, Mini). Flug in A1, minimale Schulung.
- C1: unter 900 g. Flug in A1, Online-Schulung erforderlich.
- C2: unter 4 kg. Flug in A2, A2-Zeugnis nötig.
- C3 / C4: bis 25 kg. Flug nur in A3.
Pflichtregistrierung: der AlphaTango-Reflex
In Frankreich musst du dich als Drohnenbetreiber im Portal AlphaTango (betrieben von der DGAC) registrieren, sobald dein Gerät 250 g oder mehr wiegt oder mit einem Sensor (Kamera) ausgestattet ist, der personenbezogene Daten erfassen kann. In der Praxis sind fast alle Kameradrohnen betroffen – auch einige sehr leichte Modelle, sobald sie filmen.
- Erstelle ein kostenloses Konto bei AlphaTango (dem DGAC-Portal).
- Registriere dich als Betreiber: Du erhältst eine eindeutige Betreibernummer.
- Bringe diese Nummer an deiner Drohne (Etikett) und in der DJI-App an.
Schulung: kostenlos und schnell
Für die offene Kategorie erfolgt die Grundschulung online und kostenlos. Sie endet mit einer kleinen Prüfung (Multiple Choice), die ein Schulungszeugnis ausstellt. Für die Unterkategorie A2 ist eine zusätzliche Theorieprüfung („A2-Zeugnis“) erforderlich. Für die Freizeitnutzung mit einer leichten Drohne genügt die Online-Schulung in den allermeisten Fällen.
Wo darf man fliegen?
Das ist die wichtigste Frage. Manche Zonen sind verboten oder eingeschränkt: Flughäfen, Militärbasen, Kraftwerke, Gefängnisse, Kernzonen von Nationalparks und ein großer Teil dichter Stadtgebiete. Prüfe vor jedem Flug die offizielle Karte Geoportail „Beschränkungen für Freizeitdrohnen“ oder die dedizierte App. Die goldene Regel: überfliege niemals grundlos andere Menschen oder Privatgrundstücke und respektiere die Privatsphäre.
- Max. Höhe: 120 m über dem Boden.
- Nur in Sichtweite (außer FPV mit Beobachter – siehe unseren FPV-Leitfaden).
- Überfliegen von Personen oder Ansammlungen verboten.
- Sperrzonen beachten (Geoportail-Karte).
Remote ID: die elektronische Fernidentifizierung
Mit dem Ausbau des europäischen Rahmens müssen Drohnen der betroffenen Klassen eine elektronische Fernidentifizierung (Remote ID) aussenden: Im Flug übermittelt das Gerät fortlaufend Seriennummer, Position, Höhe und den Startpunkt. In der Praxis ist diese Funktion bei einer aktuellen DJI-Drohne integriert und wird über die App aktiviert – du gibst nur deine Betreibernummer ein. Sie läuft im Hintergrund, ist aber für die betroffenen Geräte verpflichtend.
Und FPV (Immersionsflug)?
Der Immersionsflug mit einer Brille wie der DJI Goggles 3 bringt eine zusätzliche Auflage: Da der Pilot seine Drohne nicht direkt sieht, verlangt das Gesetz einen Beobachter an seiner Seite, der das Gerät im Blick behält und bei Gefahr warnen kann. Die übrigen Regeln der offenen Kategorie gelten weiterhin.
Kurz gesagt: Registriere dich bei AlphaTango, mache die Online-Schulung, fliege in Sichtweite unter 120 m, meide Sperrzonen und überfliege nie Menschen. Mit diesen Reflexen bist du in ganz Frankreich regelkonform.
Häufige Fragen
Braucht man eine Lizenz, um eine DJI-Drohne in Frankreich zu fliegen?
Es gibt keine einheitliche „Lizenz“, aber eine kostenlose Online-Schulung ist verpflichtend, sobald die Drohne 250 g oder mehr wiegt oder eine Kamera hat. Für die Unterkategorie A2 ist eine zusätzliche Theorieprüfung (A2-Zeugnis) erforderlich.
Ist eine Drohne unter 250 g wie die DJI Neo von allem befreit?
Nein. Auch unter 250 g musst du dich, sobald die Drohne filmt, in der Regel als Betreiber bei AlphaTango registrieren und die Flugzonen beachten. Die Schulung bleibt jedoch deutlich leichter.
Wie hoch darf man maximal fliegen?
120 Meter über dem Boden in der offenen Kategorie, sofern keine strengeren lokalen Beschränkungen auf der Geoportail-Karte angegeben sind.


