Vorschriften

Drohnenversicherung: In Deutschland für jede Drohne Pflicht

Halterhaftpflicht, auch unter 250 g, auch im Freizeitbereich: In Deutschland ist die Drohnen-Haftpflicht gesetzlich vorgeschrieben. Was das Gesetz sagt und wie du dich richtig versicherst.

Von Dronex3. Juni 20266 min
Drohne über einer Landschaft, das Thema Risiko und Versicherung

Häufige Frage bei neuen Piloten: Muss man die Drohne versichern? In Deutschland lautet die klare Antwort ja – anders als in vielen Nachbarländern ist eine Drohnen-Haftpflicht gesetzlich vorgeschrieben. Gehen wir es durch.

In Deutschland Pflicht – für jede Drohne

Nach deutschem Luftrecht (§ 43 LuftVG) besteht für jedes Luftfahrzeug – also auch für jede Drohne – eine Versicherungspflicht (Halterhaftpflicht). Das gilt ausnahmslos: gewerblich und privat, schwer und leicht, sogar unter 250 g. Ohne gültige Haftpflicht darfst du schlicht nicht starten. Eine Drohne, die auf ein Auto, ein Schaufenster oder eine Person fällt, kann sehr hohe Kosten verursachen – die Haftpflicht deckt genau das ab.

Drohnen unter 250 g: wirklich ohne Versicherung?

Das ist der häufigste Irrtum. Die 250-g-Grenze erleichtert den Führerschein und die Flug-Unterkategorie (A1), aber nicht die Versicherungspflicht. Für eine DJI Neo (135 g) oder Neo 2 (~150 g) brauchst du in Deutschland genauso eine Halterhaftpflicht. Mehr zur 250-g-Grenze in unserem Leitfaden zu Drohnen unter 250 g.

Achtung: Privathaftpflicht deckt Drohnen oft nicht

Viele private Haftpflichtversicherungen schließen Luftfahrzeuge – und damit Drohnen – ausdrücklich aus oder decken nur unmotorisierte Flugmodelle. Verlass dich nicht darauf: Prüfe deinen Vertrag genau und schließe im Zweifel eine dedizierte Drohnen-Haftpflicht ab. Diese verlangt der Gesetzgeber, und die Policennummer wird bei der DIPUL-Registrierung abgefragt.

Gewerbliche Nutzung: höhere Anforderungen

Sobald der Flug einen gewerblichen Zweck hat (Videodienstleistungen, Inspektion, Auftragsaufnahmen), gelten höhere Deckungssummen und strengere Bedingungen. Eine passende gewerbliche Drohnen-Haftpflicht ist hier zwingend.

Und der Wert der Drohne selbst?

Das ist eine andere Frage: Über die Pflicht-Haftpflicht hinaus kannst du deine Ausrüstung gegen Bruch, Diebstahl oder Verlust (Kasko) absichern. Für ein Gerät wie die Avata 2 kann es sich lohnen; für eine günstigere Neo wäge es nach deiner Nutzung ab.

  • Halterhaftpflicht: schützt Dritte. In Deutschland für jede Drohne gesetzlich Pflicht.
  • Kasko (Bruch/Diebstahl): schützt deine Ausrüstung. Optional.
  • Gewerbliche Deckung: höhere Summen, Pflicht für jede gewerbliche Nutzung.

Eine gut geflogene Drohne fällt fast nie. In Deutschland ist die Haftpflicht dafür trotzdem gesetzlich Pflicht.

Kurz: Schließe eine Drohnen-Haftpflicht ab, bevor du startest (Pflicht in Deutschland), erwäge eine Kasko für teure Ausrüstung und eine höhere Deckung, sobald du gewerblich fliegst.

Häufige Fragen

Ist eine Drohnenversicherung in Deutschland Pflicht?

Ja. Nach § 43 LuftVG besteht für jede Drohne eine Halterhaftpflicht-Pflicht – gewerblich wie privat, auch unter 250 g. Ohne gültige Haftpflicht darfst du nicht starten.

Braucht eine Drohne unter 250 g eine Versicherung?

Ja. Die 250-g-Grenze erleichtert nur Führerschein und Flug-Unterkategorie, nicht die Versicherungspflicht. Auch eine DJI Neo braucht in Deutschland eine Halterhaftpflicht.

Deckt meine Privathaftpflicht meine Drohne?

Oft nicht: Viele Policen schließen Luftfahrzeuge aus oder decken nur unmotorisierte Flugmodelle. Prüfe deinen Vertrag genau und schließe sonst eine dedizierte Drohnen-Haftpflicht ab.

#Versicherung#Halterhaftpflicht#Pflicht#LuftVG#Freizeit

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